Projektbeschreibung
Ausgangslage
Schweizer Hochschulen haben Digitalisierung als relevante Entwicklung erkannt, zu der sie sich als Organisationen strategisch positionieren und einen Beitrag leisten wollen. Auch wissenschaftliche Disziplinen haben die digitale Transformation als Thema aufgegriffen und positionieren sich dazu, indem sie in Forschung und Lehre entsprechende Schwerpunkte setzen. Diese reichen von den Natur- und Technikwissenschaften, über die Medizin und die Sozialwissenschaften bis in die Geisteswissenschaften.
Projekt
Gesellschaftliche Legitimationszwänge und multiple Wettbewerbe gestalten Dynamiken und Strukturen in Hochschulen und Wissenschaft massgeblich mit. Vor diesem Hintergrund untersuchte das Projekt Strategien, Aktivitäten und Positionierungen zur digitalen Transformation an Schweizer Hochschulen und in wissenschaftlichen Disziplinen. Dazu fokussierte es insbesondere das organisationale Feld des schweizerischen Hochschulraums und die ihn ihm aktiven organisationalen und wissenschaftlichen Akteure, aber auch die regulatorischen Organe. Theoretisch orientierte sich das Projekt primär an neo-institutionalistischen Ansätzen, die in ihren Grundannahmen den Legitimationsbedarf von gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere Organisationen, betonen und in den letzten Jahren besonders die Entstehung und die Folgen von Wettbewerb aus einer sozialkonstruktivistischen Perspektive untersuchen. Weiterhin stützte sich das Projekt zudem auf Konzepte aus der Hochschul-, der Wissenschafts- und Technikforschung. Methodisch verfolgt das Projekt einen Mixed-Methods-Ansatz. In einem ersten Schritt untersuchten wir im Rahmen eines Mappings die digitale Transformation auf der Ebene des Schweizer Hochschulraums und verglichen diese auch mit internationalen Entwicklungen. Ausgehend von dieser Gesamtschau untersuchten wir dann in einem zweiten Schritt ausgewählte Hochschulen und wissenschaftliche Disziplinen in vertiefenden Fallstudien.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus dem Projekt sind in verschiedenen Publikationen und Präsentationen dokumentiert und öffentlich zugänglich.
Das Projekt war die erste systematische Studie zur Bedeutung und zu den Folgen der Digitalisierung im Schweizer Hochschulsystem. Es leistete einen umfassenden Beitrag zum Verständnis der digitalen Transformation der Gesellschaft am Beispiel von Hochschulen und Wissenschaft. Das Projekt hatte eine Laufzeit von 2020-2024.